Sägezahn-Wolfsmilch - Euphorbia serrata
Die Sägezahn-Wolfsmilch (Euphorbia serrata) ist eine kleine, ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Sie wird auch als Gezahnte Wolfsmilch bezeichnet und ist in der Garrigue Südfrankreichs weit verbreitet.
Wir werden sehen, wie man es erkennt, wo man es findet und wie man es benutzt.
FOTOS DER SÄGEZAHNBLÄTTERIGEN EUPHORBIE
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Überblick -
Jung -
Blumen -
Hochblätter -
Stängel + Blätter
BESCHREIBUNG
Die sägezahnige Wolfsmilch ist leicht zu erkennen.
Zunächst einmal erreicht die Pflanze eine Höhe zwischen 20 und 60 Zentimetern. Außerhalb ihrer Blütezeit, in der sie gelbe Blüten in Cyathien (einer Doldenart) ausbildet, hat die gesamte Pflanze ein glaukoses Aussehen, d. h. einen leicht bläulich-grünen Farbton.
Die krautigen Stängel wachsen aufrecht und tragen oft sterile Zweige. Beim Brechen des Stängels tritt ein weißer Milchsaft aus.
Die Pflanze hat spärliches Laub, das heißt, sie besitzt nur wenige Blätter. Diese sind recht ungleichmäßig. Die Stängelblätter sind entweder lanzettlich oder länglich-lanzettlich, während die Doldenblätter breit oval oder zugespitzt, fast dreieckig sind.
Wie der Name schon sagt, haben die Blätter der Sägeblättrigen Wolfsmilch sägeartige Ränder.
Als Nächstes betrachten wir den Blütenstand. Dieser besteht aus einer Dolde (Cyathium) mit drei bis vier gegabelten Lappen. Die Tragblätter sind breit herzförmig und ebenfalls gezähnt. Wie bei anderen Wolfsmilchgewächsen (Euphorbien) besitzen die Blüten weder Kronblätter noch Kelchblätter.
Ihre Nektardrüsen sind kaum halbmondförmig und haben stumpfe bis sehr kurze Hörner.
Wenn die Pflanze schließlich Früchte trägt, bildet sie kapselartige Früchte. Diese Kapseln sind oval-dreikantig, durchschnittlich 5 mm lang und unbehaart und glatt.
Die Samen sind zylindrisch, bräunlich und glatt.
Lebensraum der Sägezahnblättrigen Euphorbia
Hier sehen wir uns an, wo die Sägeblättrige Wolfsmilch wächst. Wir betrachten auch ihre ökologischen Bedürfnisse und ihre Pflanzensoziologie. Dadurch erhalten wir ein sehr gutes Verständnis der typischen Lebensräume dieser Pflanze.
DIE VERBREITUNG DER SÄGEZAHNBLÄTTERIGEN EUPHORBIE
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Vertrieb in Nordamerika -
Vertrieb in Europa
Wie man diesen Karten entnehmen kann, wächst die Sägezahn-Wolfsmilch sowohl in Europa als auch in Nordamerika.
In Europa ist die Pflanze am häufigsten im westlichen Mittelmeerraum anzutreffen, vor allem in Spanien und Südfrankreich. Sie kommt aber auch in Portugal, Korsika, Sardinien, Italien, Sizilien und sogar in Nordafrika vor, da sie gelegentlich im nördlichen Marokko und in Algerien gefunden wird.
In Nordamerika kommt sie hauptsächlich in den Vereinigten Staaten vor. Allerdings wurden auch einige Exemplare in Zentralmexiko gemeldet.
ÖKOLOGISCHE BEDÜRFNISSE
Die Sägezahn-Wolfsmilch ist eine robuste Pflanze, die auch in rauen Umgebungen überleben kann. Kurz gesagt, sie ist eine stein-, licht-, trockenheits- und kalkliebende Pflanze.
- Saxiklin : Sie bevorzugt flache, steinige Böden. Die Böden sind nährstoffarm, aber gut durchlässig, da Wasser auf Steinen nur schwer stehen bleibt.
- Heliophilie : Heliophile Pflanzen benötigen viel Licht und Sonne. Sie lieben volle Sonne und vertragen Schatten nur schlecht.
- XEROPHILE : Eine xerophytische Pflanze gedeiht in Hitze und Trockenheit. Die Sägezahn-Wolfsmilch verträgt keine Feuchtigkeit. Sie ist resistent gegen Trockenheit und Hitzewellen.
- KALZIKOLOGISCH : Sie bevorzugt kalkhaltige Böden, d.h. Böden mit einem basischen pH-Wert.
Sie gedeiht daher vorwiegend in warmen, trockenen und sonnigen Umgebungen mit basischem pH-Wert und nährstoffarmen, gut durchlässigen Böden. Zu diesen Standorten zählt sie beispielsweise in Garrigue-Gebüschen, trockenen Graslandschaften, an sonnigen Wegrändern, auf tiefliegenden Grasflächen oder sogar an trockenen Hängen.
Phytosoziologie:
Die Pflanzensoziologie befasst sich mit Pflanzenpopulationen. Wir werden hier nicht ins Detail gehen, sondern uns lediglich die Pflanzen ansehen, die neben der Sägeblättrigen Wolfsmilch wachsen.
Dadurch wird es Ihnen leichter fallen, dies in der Natur zu beobachten. Abschließend sei noch erwähnt, dass diese Liste natürlich weder hundertprozentig korrekt noch vollständig ist. Sie soll Ihnen lediglich einen Überblick verschaffen.
LISTE DER PFLANZEN AUS GLEICHEN UMGEBUNGEN:
- BÄUME : Steineiche , Flaumeiche, Erdbeerbaum , See-Kiefer, Haar-Eiche , Korkeiche .
- STRÄUCHER : Terebinth-Pistazie, Cade-Wacholder , Wollige Zistrose, Gemeiner Buchsbaum , Phönizischer Wacholder , Gemeiner Wacholder, Wilder Spargel oder verschiedene Zistrosen- und Ginsterarten .
- KRÄUTER : Feld-Eryngo, Osterluzei, Montpellier-Aphyllanthes, Schafgarbe, Gemeiner Beifuß, Blaue Liebeszunge, Gemeine Flockenblume , Rispen-Flockenblume, Blauer Seeigel , Gemeine Strohblume, Stachel-Lattich , Nadelbaum-Leuzea , Gemeine Natternkopf oder andere Wolfsmilcharten.
- KLETTERPFLANZEN : Byscia-Winde, Europäische Sarsaparille, Waldrebe (Clematis flamette) oder auch Färberröte.
Sie teilt ihren Lebensraum mit vielen Pflanzen der Garrigue und trockener Gebiete.
WOZU IST ES VERWENDBAR?
Die Sägezahn-Wolfsmilch ist leider keine essbare Pflanze. Im Gegenteil, sie ist giftig.
Darüber hinaus kann es sowohl bei oraler Einnahme als auch bei einfachem Kontakt mit dem Pflanzensaft giftig sein.
Der Kontakt mit dem Pflanzensaft verursacht schwere Hautreizungen. Bei besonders empfindlichen Personen kann dies zu Blasenbildung und Verbrennungen führen.
Der Verzehr der Pflanze ist noch gefährlicher. Wie alle Euphorbien enthält sie giftige Substanzen, die starke Schmerzen im Verdauungssystem verursachen.
Eine Vergiftung durch die Sägezahnwolfsmilch kann jedoch, abhängig von der aufgenommenen Menge, letztendlich zum Tod führen.
Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht immer notwendig, da das Trinken von viel Wasser ausreicht, um den Latex zu verdünnen. In hohen Dosen kann er jedoch lebensbedrohlich sein.
Alternativ eignet sich die Sägezahn-Wolfsmilch hervorragend als Zierpflanze. Sie fügt sich zudem gut in Steingärten ein und ist besonders robust.
Denken Sie jedoch daran, beim Umgang mit der Pflanze lange Handschuhe und eine Schutzbrille zu tragen. Der austretende Milchsaft ist weiterhin gefährlich, falls Sie einen der Stängel abbrechen.
Schließlich gehört die Sägezahn-Wolfsmilch zu den Pflanzen, die für Griechische Landschildkröten und andere Haustiere giftig sind . Seien Sie daher vorsichtig mit Ihren kleinen Lieblingen.
MÖGLICHE VERWIRRUNG
Verwechslungen zwischen der Sägezahn-Wolfsmilch und anderen Wildpflanzen sind selten. Tatsächlich kann diese Pflanze nur mit anderen Euphorbia-Arten verwechselt werden, die ebenfalls giftig sind. Verwechslungsgefahr besteht jedoch weiterhin mit:
- Prunkwinde (Euphorbia helioscopia): Der Hauptunterschied liegt in ihren Blättern. Die Blätter der Prunkwinde sind runder und nicht gezähnt. Außerdem bewohnen die beiden Arten nicht exakt dieselben Lebensräume.
- Euphorbia esula: Diese Art bildet deutlich dünnere Blätter aus. Sie wirkt auch wesentlich schlanker als ihre Verwandte.
- Acker-Wolfsmilch (Euphorbia segetalis) : Auch hier ermöglichen die Blätter eine schnelle Bestimmung. Die Blätter der Acker-Wolfsmilch sind weder gezähnt noch so zäh wie die der Sägeblatt-Wolfsmilch.
Da es jedoch weltweit unzählige Pflanzenarten gibt, lässt sich nicht immer eindeutig sagen, dass dies die einzigen möglichen Verwechslungen sind. Es hängt auch vom jeweiligen Wissensstand ab. Dies sind aber die häufigsten Verwechslungen.