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Hainbuche (Carpinus betulus)


Die Hainbuche (Carpinus betulus) auf einem Foto

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Hainbuche (Carpinus betulus) - Winterblätter
Marcescence

Blätter im Herbst
Blätter im Herbst



BESCHREIBUNG EINES GEWÖHNLICHEN ZAUBERS

Die Gemeine Hainbuche, auch Hainbuche oder Hainbuchenbaum genannt, ist ein mittelgroßer Baum. Sie gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist somit mit Hasel und Birke verwandt. Sie zählt zu den häufigsten Pflanzen in den Wäldern Mitteleuropas.
  • WUCHSFORM : Ein mittelgroßer Baum, der bis zu 20 Meter hoch werden kann. Seine Krone ist relativ gleichmäßig und dicht. Hainbuchen wachsen oft in Gruppen, da sie häufig wegen ihres Holzes gefällt werden. Ansonsten besitzen sie nur einen einzigen Stamm am Stammfuß.
  • BLATT: Das Laub der Hainbuche vergilbt. Die Blätter trocknen und bleiben den ganzen Winter über am Baum, bevor sie im Frühjahr mit dem Neuaustrieb abfallen. Sie wachsen wechselständig an den Zweigen. Die Blätter sind länglich-spitz zulaufend mit doppelt gesägten Rändern. Die Blattadern sind sehr deutlich sichtbar, und auch die von der Mittelrippe abzweigenden Seitenadern verlaufen wechselständig. Die Blattunterseite der Hainbuche ist entlang der Adern leicht behaart.
  • BLÜTEN: Die Blüte ist aufgrund der Blütenfarben, die von Gelb bis Grün reichen, eher unscheinbar. Die Hainbuche blüht von April bis Mai. Sie ist einhäusig, das heißt, männliche und weibliche Blüten sind getrennt, wachsen aber auf derselben Pflanze. Jede Blüte sitzt in einem hängenden, kätzchenartigen Blütenstand. Die männlichen Kätzchen sind zylindrisch, die weiblichen hingegen schlanker.
  • FRÜCHTE : Die Fruchtreife erfolgt zwischen September und Oktober. Die Früchte der Hainbuche sind Achänen, auch Samaras genannt. Diese Früchte besitzen die einzigartige Eigenschaft, einen Flügel zu haben, der es ihnen ermöglicht, im reifen Zustand vom Wind verbreitet zu werden.
  • RINDE & STAMM: Der Stamm weist deutlich ausgeprägte Rillen auf. Die dunkelgraubraune Rinde verdickt sich mit dem Alter. Das Holz ist sehr hart und homogen. Beim Anschneiden wird das elfenbeinweiße Innere sichtbar. Sprödes Holz.
  • KNOSPEN : Die Knospen sind braun mit leicht weißen Rändern an den Schuppen. Sie sind eiförmig und weisen einige weiße Härchen auf. An jungen Zweigen befinden sich außerdem ovale oder runde Lentizellen. Hainbuchenknospen enden in einer kleinen Spitze, daher ihre Ähnlichkeit mit Buchenzweigen .



Wo man gewöhnlichen Charme findet

  • VERBREITUNGSGEBIET: Die Hainbuche ist in fast ganz Mitteleuropa verbreitet. Sie kommt in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, auf dem Balkan und sogar im Süden bis in die Türkei und nach Kleinasien vor. Auch in Südengland und Schweden ist sie anzutreffen, wenn auch seltener. Vereinzelt gibt es zudem Bestände in Nordspanien sowie in Osteuropa und den baltischen Staaten.
  • IN FRANKREICH : Die Hainbuche ist in weiten Teilen Frankreichs verbreitet. In den Cevennen fehlt sie jedoch fast vollständig und wurde auf Korsika noch nicht nachgewiesen. Auch in den südlichen Regionen des Landes ist sie sehr selten. In den Hochgebirgen kommt sie nicht vor.
  • ÖKOLOGISCHE ANFORDERUNGEN: Die Hainbuche passt sich vielen ökologischen Gegebenheiten an. Sie ist eine Art, die Kälte gut verträgt, recht trockenheitsresistent ist und sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten gedeiht. Sie kommt auch mit humusreichen und etwas nährstoffärmeren Böden zurecht. Kalkhaltige und leicht saure Böden (solange sie nicht zu sauer sind) bevorzugt sie.

Karte der Hainbuchenverbreitung in Frankreich

Karte des Verbreitungsgebiets der Gemeinen Hainbuche

ANWENDUNGEN

  • Brennholz : Die Hainbuche wird hauptsächlich als Brennholz verwendet. Ihr Holz brennt langsam und gleichmäßig und hat einen hohen Heizwert. Daher spendet es langanhaltende und effiziente Wärme.
  • HOLZBEARBEITUNG : Hainbuchenholz findet auch Verwendung bei der Herstellung bestimmter Teile und Werkzeuge. Es ist jedoch recht schwierig zu bearbeiten und eignet sich daher eher für Werkzeuggriffe. Für schwere Tischlerarbeiten wird es nicht verwendet.
  • Zierbaum: Eine sehr interessante Art, die sich hervorragend für Hecken oder als Straßenbaum eignet. Sie ist pflegeleicht, verträgt Rückschnitt und das französische Klima gut. Dank ihrer geringen Größe ist sie sowohl für Parks und Gärten als auch für die Bepflanzung von Stadtstraßen geeignet.
  • BONSAI-PFLANZE: Da sie einen Rückschnitt gut verträgt und relativ klein bleibt, kann sie auch als Bonsai-Pflanze verwendet werden.
  • ESSBARE PFLANZE: Die Gemeine Hainbuche zählt zu den essbaren Wildpflanzen. Allerdings ist sie dafür nicht besonders geeignet. Zwar sind die jungen Triebe roh im Salat genießbar und auch die gerösteten Samen können verzehrt werden, doch ist die Ernte mühsam. Außerdem enthält die Pflanze nach der Reife der Blätter sehr viele Tannine. Die Holzspäne eignen sich schließlich zum Räuchern von Fleisch und Fisch, um diesen Geschmack zu verleihen.
  • HEILPFLANZE: Die Gemeine Hainbuche hat vielfältige medizinische Anwendungsgebiete. Beispielsweise unterstützt sie in der Gemmotherapie das Herz-Kreislauf-System. Sie wirkt zudem krampflösend, stärkt das Immunsystem und hilft der Leber, den Cholesterinspiegel zu senken.
  • ÖKOLOGISCHE BEDEUTUNG : Die Hainbuche eignet sich hervorragend für die Heckenpflanzung. Sie lockt zahlreiche Kleintiere, Insekten und Vögel an. Eichhörnchen finden in ihren Samen Nahrung, Bienen in ihren Blüten und verschiedene Pilz- und Insektenarten in ihrem Holz und Laub. Sie ist eine ausgezeichnete Heckenpflanze. Zudem ist die Hainbuche eine Nektarpflanze .

Eigenschaften der Gemeinen Hainbuche

  • STRAHLEND : Die Pflanze ist reich an Tanninen und hat daher eine gewisse gewebestraffende Wirkung. Als Absud angewendet, wirkt Hainbuche mild gegen Bronchitis oder Halsentzündungen.
  • ANTICANCER POTENZIAL: Dank des Vorhandenseins von Pheophorbid A und Flavonoiden zielen mehrere wissenschaftliche Studien darauf ab, die Hainbuche bei der Behandlung bestimmter Krebsarten einzusetzen.
  • WEICHMACHENDE EIGENSCHAFTEN: Dank seiner remineralisierenden Eigenschaften kann es in Shampoos zur Revitalisierung von geschädigtem und brüchigem Haar oder in weichmachenden Handcremes verwendet werden.

VERWECHSELUNG MIT ANDEREN ARTEN

Die Gemeine Hainbuche ist zwar recht leicht zu erkennen, kann aber dennoch mit anderen Wildpflanzenarten verwechselt werden. Hier ist eine unvollständige Liste einiger recht häufiger Arten, die ihr ähneln:

  • Die Rotbuche ( Fagus sylvatica ). Sie ist größer und hat ungezähnte Blätter. Ihre Rinde ist glatter und grauer, und ihre Knospen sind länger.
  • Die Feldulme ( Ulmus minor ) kann in denselben Umgebungen wachsen. Ihre Blätter zeichnen sich durch eine asymmetrische Blattbasis aus, die mit dem Blattstiel verbunden ist. Ihre Knospen sind zudem dunkler.
  • Hasel ( Corylus avellana ). Schwer zu verwechseln, da die Blätter viel breiter sind.
  • Hopfen-Hainbuche ( Ostrya carpinifolia ). Sie ist keine Hainbuche, ähnelt ihr aber in Blättern und Früchten. Der größte Unterschied liegt daher in der Rinde.
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