menthe sauvage toxique ou comestible

Wilde Minze: Giftig oder nicht?

Gibt es giftige Wildminze? ​​Angesichts der unzähligen Minzsorten und -arten ist diese Frage durchaus berechtigt. Und um es kurz zu machen: Ja, es gibt tatsächlich giftige Wildminze. Jetzt wissen Sie es.

Schauen wir uns also gemeinsam die Fälle an, in denen Minze zu einer potenziell gefährlichen Pflanze wird. Und wir werden sehen, unter welchen Bedingungen.

1 Art der giftigen Wilden Minze

Diese giftige Wildminzart heißt Poleiminze.

Poleiminze, giftige wilde Minze

Pennyroyal Mint ( Fotoquelle )

Wer sich für Wildminze interessiert, kennt wahrscheinlich schon Wasserminze , Grüne Minze und sogar Ackerminze. Alle diese Sorten sind essbar. Man kann sie als Kräuter verwenden oder daraus Sirup oder Aufgüsse herstellen.

In Europa gibt es aber auch eine giftige Wildminzart: die Poleiminze (Mentha pulegium). Sie ist in Frankreich weit verbreitet und kommt dort noch recht häufig vor. Wie andere Minzarten wächst sie an kühlen, schattigen Standorten.

Poleiminze ist aufgrund ihres sehr starken Geruchs, der auf die hohe Konzentration chemischer Verbindungen zurückzuführen ist, leicht zu erkennen. Ihre Blätter weisen zudem einen sehr feinen Riss auf, der kleiner ist als bei den meisten anderen Minzarten. Natürlich kann sie mit anderen Minzarten verwechselt werden.

Warum ist Poleiminze giftig, obwohl man mitunter Bücher findet, die ihre Vorteile anpreisen? Ganz einfach wegen einer chemischen Verbindung: Pulegon. Früher wurde sie für ihre menstruationsfördernde und abtreibende Wirkung gepriesen.

Pulegon ist eine stark lebertoxische Substanz. Sein oxidiertes Derivat, Menthofuran, ist sogar noch lebertoxischer. Fälle von Poleiminze-Vergiftungen sind bereits aufgetreten.

Natürlich sind es nicht ein oder zwei Blätter, die Probleme verursachen können, sondern die Dosierung ist recht gering. Es hängt alles von der individuellen Empfindlichkeit ab. Da Pulegon jedoch oft in großen Mengen in der Pflanze vorkommt, rate ich Ihnen dringend von der Verwendung dieser Pflanze ab.

Selbst der Konsum in Form eines Aufgusses wird dringend abgeraten.

Noch weniger gilt dies für das noch konzentriertere ätherische Öl. Und daher ist es potenziell noch giftiger.

1 FALSCHE giftige Wilde Minze

Und dieses Mal haben wir es mit einer Verwandten des Gemeinen Rainfarns zu tun.

Tanacetum balsamita Hahnenminze

Menthe-Coq ( Fotoquelle )

Kommen wir nun zu unserer zweiten giftigen Wildminze: der Hahnenminze. Genau genommen ist sie keine Minze, da sie zur Gattung Tanacetum gehört (Tanacetum balsamita).

Daher handelt es sich weder um eine Minze noch um ein Mitglied der in der Natur vorkommenden Familie der Lippenblütler (Lamiaceae ). Tatsächlich gehört die Hahnenfußminze zur Familie der Korbblütler (Asteraceae ). Sie ist somit enger mit Wegwarte, Gänsedistel oder sogar Löwenzahn verwandt.

Im Mittelalter wurde sie hauptsächlich zur Herstellung von Parfums und Salben verwendet. Sie ist in der Tat eine stark duftende Pflanze und soll zahlreiche medizinische Eigenschaften besitzen. Ihr werden verdauungsfördernde, stärkende, harntreibende und wurmtreibende Wirkungen zugeschrieben.

Doch auch die Hahnenminze zählt zu den giftigen Wildpflanzen. Sie enthält den giftigen Stoff Thujon. Dieser Stoff findet sich auch in Thujabäumen , Salbei und, noch bekannter, Wermut.

Thujon kann neurologische Schäden verursachen. Eine tägliche Dosis von mehr als 0,11 mg Thujon pro kg Körpergewicht führt bei einem gesunden Menschen zu einer Vergiftung. Für empfindliche oder Risikopatienten ist diese Dosis sogar noch niedriger.

Aus diesem Grund wird Menthe-Coq heutzutage nicht mehr wirklich verwendet, obwohl es noch in Online-Kräuterläden erhältlich ist.

Wie können Pfefferminzbonbons gefährlich werden?

Denn selbst die gewöhnliche wilde Minze kann unter bestimmten Bedingungen ein Risiko darstellen.

Schließlich müssen wir auch die Risiken anderer wilder Minzarten erörtern. Selbst wenn sie auf den ersten Blick harmlos erscheinen, können sie dennoch auf zweierlei Weise ein Gesundheitsrisiko darstellen:

  • KRANKHEITEN & PARASITEN: Hier erörtern wir die indirekten Risiken beim Verzehr von wilder Minze. Selbst bei korrekter Bestimmung einer Wildpflanze besteht kein absolutes Risiko. Minze wächst in der Regel in kühlen, oft feuchten Umgebungen, was die Entwicklung von Parasiten begünstigt. Der bekannteste Parasit ist der Leberegel, der die Gallenwege seiner Wirte befällt.
  • ÄTHERISCHE ÖLE: Das zweite Risiko, das wilde Minze giftig macht, sind die ätherischen Öle. Und das gilt nicht nur für wilde Minze. Selbst professionell hergestellte ätherische Öle bergen Risiken. Minze ist reich an Wirkstoffen, die unbestreitbare Gefahren bergen können. Halten Sie sich daher genau an die von medizinischem Fachpersonal verordneten Dosierungen, Behandlungsdauern und Gegenanzeigen.
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