Böhmischer Staudenknöterich (Reynoutria x bohemica)
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Entdecken Sie den Böhmischen Knöterich (Reynoutria x bohemica), einen nahen Verwandten des gefürchteten Japanischen Knöterichs. Der Böhmische Knöterich ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Japanischem Knöterich und Sachalin-Knöterich.
Sie zählt zu den invasivsten Pflanzen Europas und stellt eine erhebliche Bedrohung für die Artenvielfalt unserer natürlichen Lebensräume dar. Lernen wir, sie zu erkennen, aber auch, sie zu nutzen. Denn überraschenderweise ist sie auch (teilweise) essbar.
IM PROGRAMM:
FOTOS DES Böhmischen Knöterichs
Um diese invasive Pflanze besser identifizieren zu können
Beschreibung des Böhmischen Knöterichs
Zusätzlich zu den Fotos habe ich eine etwas detailliertere Beschreibung hinzugefügt.
Da der Böhmische Knöterich aus einer Kreuzung zwischen Japanischem Knöterich und Sachalin-Knöterich hervorgeht, weist er Merkmale beider Elternteile auf.
Der Böhmische Knöterich ist daher eine große Pflanze. Er kann eine Höhe von 3 bis 4 Metern erreichen. Er ist an seinen Stängeln erkennbar, die Bambusstängeln ähneln. Sie sind hohl, enthalten Mark und sind in Segmente unterteilt.
Seine Blätter sind groß, aber nicht so groß wie die des Sachalin-Knöterichs. Sie sind jedoch größer als die des Japanischen Knöterichs.
Sie zeichnen sich außerdem durch eine leicht strangförmige, herzförmige Basis aus, im Gegensatz zu den flachen Blättern des Japanischen Staudenknöterichs.
Alle vegetativen Teile sterben im Winter ab. Wir müssen also bis zum Frühling warten, um sie wiederzusehen. Aber sie wächst sehr schnell: mehrere Zentimeter pro Tag.
Die Blüten sind recht unscheinbar, weiß und bringen ebenfalls sehr unscheinbare Früchte hervor, wie die meisten Pflanzen aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae), etwa der Gemeine Knöterich oder auch der Ampfer (Rumex).
Lebensraum und ökologische Bedürfnisse des Böhmischen Knöterichs
Lasst uns gemeinsam seinen typischen Lebensraum sowie die Pflanzen, mit denen es wächst, entdecken.

Verbreitungsgebiet des Böhmischen Knöterichs ( Quelle )
Ursprünglich aus Sachalin stammend, wächst dieser Knöterich heute in mehreren Gebieten der Nordhalbkugel. Man findet ihn beispielsweise in Kanada, den Vereinigten Staaten und Europa.
Sie wächst mittlerweile auch in Australien und Neuseeland. Außerhalb ihres natürlichen Lebensraums breitet sie sich besonders stark aus.
Sie kommt dort vor, wo auch der Japanische und der Sachalin-Knöterich wachsen. Nirgendwo sonst. Es ist eine lichtliebende Pflanze. Sie gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen Böden und kommt auch mit vom Menschen veränderten Umgebungen sehr gut zurecht.
Daher ist sie häufiger in Städten oder in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebieten anzutreffen. Sie breitet sich sowohl durch Stecklinge als auch durch das Verdrängen von Rhizomfragmenten aus dem Boden aus.
Die Bekämpfung gestaltet sich weiterhin sehr schwierig, insbesondere da die Pflanze leicht in der Nähe von Gewässern wächst. Daher ist der Einsatz von Chemikalien verboten.
In Frankreich wird es in den landwirtschaftlichen Gebieten im Zentrum des Landes und vor allem entlang der Wasserwege vorkommen.
Daher findet man sie oft zusammen mit anderen typischen Uferpflanzen wie Weiden, Schwarzerlen oder Brennnesseln.
VERWENDUNG VON Böhmischem Knöterich
Hier erfahren Sie, wie man den Böhmischen Knöterich isst oder ihn zur Bodensanierung verwendet.
- INVASIVEN PFLANZE : Beachten Sie vor der Verwendung, dass der Böhmische Knöterich besonders invasiv ist. Daher wird dringend vom Anbau abgeraten. Die Bekämpfung dieser Pflanze gestaltet sich selbst mit Pestiziden sehr schwierig. Sie kann zudem Substanzen freisetzen, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen und somit die Konkurrenz einschränken.
- ESSBARE PFLANZE : Der Böhmische Knöterich gilt als essbare Pflanze. Allerdings sind beim Verzehr einige Bedingungen zu beachten. Zunächst einmal sind nur die jungen Frühlingstriebe genießbar. Danach ist die Pflanze zu oxalatreich und kann die Nieren schädigen. Die jungen Triebe werden wie Spargel zubereitet.
- Luftreinigende Pflanze : Der Böhmische Knöterich kann auch in schwermetallbelasteten Gebieten wachsen. Dies ist sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil. Er speichert Schadstoffe in seinen Pflanzenteilen, wodurch er ungenießbar werden kann. Aufgrund seines invasiven Potenzials sollte er zudem nicht als Luftreinigungspflanze in der Natur eingesetzt werden.
Böhmischer Knöterich & Verwirrungen
Damit es nicht mit anderen verwandten Arten verwechselt wird.
- Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica): Dies ist die häufigste Art des Großblättrigen Knöterichs. Er hat sich in vielen Feuchtgebieten der Nordhalbkugel stark ausgebreitet und wächst normalerweise in Japan. Zur Unterscheidung sind seine Blätter eher herzförmig und kleiner.
- Sachalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis): Der Sachalin-Knöterich stammt aus dem Osten Russlands, von der gleichnamigen Insel. Er zeichnet sich durch seine größeren und längeren Blätter aus.
- Vielblütiger Knöterich (Reynoutria multiflora): Der Vielblütige Knöterich, auch einfach Vielblütig genannt, wächst typischerweise im Nahen Osten, beispielsweise in China und Vietnam. Aus der Ferne kann er mit den anderen Knötericharten auf dieser Liste verwechselt werden, bildet aber kleinere Blüten aus.


